Gsieg - Obere Mähder

Die ungedüngten Feuchtwiesen, die Streuwiesen von Gsieg – Obere Mähder zählen zu den vielfältigsten Mooren im gesamten Alpenrheintal. Zurückzuführen ist dies auf unterschiedlichste Bodentypen, die hier in den vergangenen Jahrtausenden entstanden sind. Die Palette erstreckt sich von kalkreichen Böden auf ehemaligen Ablagerungen des Rheins bis zu den Torfböden, die sich auf verlandeten Wasser­flächen entwickelt haben. Entsprechend vielfältig ist auch die Pflanzenwelt. Nicht alle Pflanzen sind so spektakulär wie die bekannte Sibirische Schwertlilie. Zu den unscheinbaren Raritäten zählt beispielsweise das Braune Schnabelried, ein Sauergras, das in Vorarlberg sonst nur noch im Rheindelta zu finden ist. 

Auch die Tierwelt hat einiges zu bieten – allen voran seltene Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen und Wildbienen, aber auch bedrohte Vogelarten wie den Großen Brachvogel oder den Wachtelkönig. Zu welcher Jahreszeit Sie das Gebiet auch besuchen, zu entdecken gibt es immer etwas!

Natura 2000

Natura 2000 ist ein europaweites Netzwerk besonders wertvoller Lebensräume mit dem Ziel, gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu schützen und deren natürliche Lebensräume dauerhaft zu erhalten. Hierfür gibt es zwei rechtliche Grundlagen – die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind verpflichtet, Gebiete mit bedeutenden Arten und Lebensräumen als Europaschutzgebiete auszuweisen, die dann in ihrer Gesamtheit das europäische Natura 2000-Netzwerk bilden. Der Europäischen Union ist über die Entwicklung dieser Gebiete, insbesondere über den Erhaltungszustand der in den Richtlinien genannten Lebensräume und Arten, regelmäßig Bericht zu erstatten.

Facts

Fläche:73,1 Hektar
Lage:im nördlichen Rheintal, südöstlich von Lustenau
Höhe:ca. 410 m über dem Meeresspiegel

Mit unterstützung von Bund, Land und europäischer Union