Klostertaler Bergwälder

Wie ein Band ziehen sich die Klostertaler Bergwälder auf der Sonnenseite des Klostertals von Bludenz bis nach Klösterle am Arlberg. Vor allem steile Wälder mit reichlich totem Holz und bunte Magerwiesen prägen das Bild. Die „unaufgeräumten Wälder“, in denen abgestorbene Bäume teilweise noch in großer Zahl vorhanden sind, bieten beste Voraussetzungen für eine Vielzahl an hoch spezialisierten Arten. Die prominentesten von ihnen sind wohl die verschiedenen Spechte. Auf den blütenreichen Magerwiesen gedeiht eine Vielzahl an seltenen und teilweise geschützten Arten, wie die farbenprächtigen Orchideen. Auch brummt und summt es hier durch die Betriebsamkeit der Insekten und anderer Kleintiere.

Die enge Verzahnung von naturnahen Wäldern und extensiven Wiesen ergibt einen besonders reichhaltigen Lebensraum für verschiedenste Lebewesen. Von Flechten und Moosen über seltene wärmeliebende Pflanzen bis hin zu gefährdeten Vögeln und scheuen Säugetieren.

Natura 2000

Natura 2000 ist ein europaweites Netzwerk besonders wertvoller Lebensräume mit dem Ziel, gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu schützen und deren natürliche Lebensräume dauerhaft zu erhalten. Hierfür gibt es zwei rechtliche Grundlagen – die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind verpflichtet, Gebiete mit bedeutenden Arten und Lebensräumen als Europaschutzgebiete auszuweisen, die dann in ihrer Gesamtheit das europäische Natura 2000-Netzwerk bilden. Der Europäischen Union ist über die Entwicklung dieser Gebiete, insbesondere über den Erhaltungszustand der in den Richtlinien genannten Lebensräume und Arten, regelmäßig Bericht zu erstatten.

Facts

Fläche:2.143,3 Hektar
Lage:südexponierte Wälder des Klostertals zwischen Bludenz und Langen am Arlberg
Höhe:645m bei Bludenz bis 1833m am Batzigg

 

 

 

Mit unterstützung von Bund, Land und europäischer Union