Schutzgüter

Die Schutzgüter der Klostertaler Bergwälder sind die Vögel der Bergwälder, zu deren Erhalt diese Wälder als Europaschutzgebiet gemäß der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen sind. Sie stehen stellvertretend für viele andere Arten, die ebenso auf einen hochqualitativen Lebensraum angewiesen sind. Einige dieser Vögel, die im Gebiet vorkommen, wollen wir Ihnen hier vorstellen:

Wespenbussard

Die Wälder im Fohramoos sind Spirken- und Latschenwälder, kleinflächig auch Torfmoos-Fichtenwälder. Breitet sich die Fichte stark aus, ist dies oft ein Zeichen für einen veränderten Wasserhaushalt. Meist ist dann der Mensch dafür verantwortlich. Mit einem Flächenanteil von 40 Prozent haben die Moorwälder eine große Bedeutung im Schutzgebiet.

Birkhuhn

Die Waldgrenze ist die Heimat des Birkhuhns. Hier finden die Männchen im Frühjahr gut einsehbare Balzplätze, bei denen sie sich versammeln und mit Imponiergehabe um die Gunst der Hennen werben. Im Winter geht es in den manchmal gemeinsamen Schneehöhlen deutlich friedlicher zu. Dort verharren die Birkhühner in der Nacht und in der Mittagszeit, um in ihrem Biwak zu ruhen und Energie zu sparen.

Dreizehenspecht

Die Moosbeere ist nur in Hochmooren zuhause. Obwohl mit der Heidelbeere verwandt, sind ihre roten Beeren roh kaum genießbar. Das ändert sich nach dem ersten Frost, der die Früchte weich macht. Dies wissen auch viele Vögel, die Moosbeeren gerne verzehren, die Samen jedoch wieder ausscheiden und so die Art verbreiten.

Schwarzspecht

Der größte Specht Europas ist der Zimmermann der heimischen Mischwälder. Die Bruthöhlen, die er anlegt, werden von zahlreichen anderen Vögeln, aber auch Fledermäusen, Eichhörnchen und Mardern genutzt. Seine Hauptnahrungsquelle sind baumbewohnende Ameisen. Diese ortet er im Holz und schlägt dann zum Teil sehr große, längliche und tiefe Löcher in den Baum. Mit seiner mit Widerhaken versehenen Zunge zieht er dann die Ameisen und deren Larven aus dem Baum.

Grauspecht

Gemeinsam mit dem häufigeren und größeren Grünspecht wird der Grauspecht zu den sogenannten „Erdspechten“ gezählt. Beide Arten ernähren sich unter anderem von Ameisen und suchen viele ihrer Beutetiere auf der Erde. Damit ist für ihn die Mischung aus ruhigen Wäldern und extensiven Wiesen und Weiden optimal. Im Winter gräbt er manchmal Löcher in den Schnee, um an die Ameisenhügel zu kommen. Ansonsten greift er in dieser Jahreszeit auch auf Beeren und andere Früchte zurück.

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