Schutzgüter

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene oder gefährdete Lebensräume und Arten, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet Leiblach nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser Lebensräume und Arten wollen wir Ihnen vorstellen:

Hartholzwälder

Hartholzauwälder mit Eichen, Eschen und Ulmen entwickeln sich auf den am höchsten gelegenen Standorten einer Au, die nur noch selten überschwemmt werden. An der Leiblach mit den oft steilen Uferböschungen sind Auwälder allenfalls schmal ausgebildet, aber durch eine naturnahe Baumartengarnitur gekennzeichnet. Großflächigere Auwälder – sowohl Weich- als auch Hartholzauen – sind am Bodenseeufer erhalten.

Biber

Nachdem Biber über 350 Jahre in Vorarlberg ausgestorben waren, sind die Vegetarier seit 2006 bei uns wieder heimisch. Auch am Hörbranzer Seeufer haben sie sich inzwischen angesiedelt. Die überwiegend nachtaktiven Nager sind hervorragende Schwimmer und gewandte Taucher. Im Sommer wenig auffällig, hinterlassen Biber in der kalten Jahreszeit deutliche Spuren, da sie Bäume fällen, um an die Rinde zu gelangen.

Pfeifengraswiesen

Die Streuwiesen des Gebietes entsprechen Pfeifengraswiesen in unterschiedlicher Ausprägung. Verzicht auf Düngung und nur eine jährliche Mahd im Herbst sind die wesentlichen Voraussetzungen zur Erhaltung dieser wichtigen Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere, die in häufig gemähten Wiesen keinen Platz mehr haben.

Koppe

Die Koppe oder Groppe ist überwiegend nachtaktiv. Die Männchen betreiben Brutpflege, indem sie die an die Unterseite von Steinen geklebten Eier bewachen. Künstliche Wanderhindernisse wie Sohlabstürze sind für diesen Bodenfisch und schlechten Schwimmer besonders fatal. Koppen gelten als gefährdet und sind daher ganzjährig geschont.

Mit unterstützung von Bund, Land und europäischer Union