Schutzgüter

Hier möchten wir Ihnen einige der Besonderheiten des Ludescherberges vorstellen. Dabei handelt es sich um seltene Arten und Lebensräume, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in diesem Gebiet geschützt sind.

Naturnahe Kalk-Trockenrasen

Trockenrasen kommen auf mageren Standorten vor. Sie werden nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht. Am Ludescherberg werden diese Wiesen vor allem von der Aufrechten Trespe, einer Grasart, dominiert. Häufig sind beispielsweise auch die beiden Orchideenarten Kleines Knabenkraut und Mücken-Händelwurz . 

Neuntöter

Wo der Neuntöter oder Rotrückenwürger lebt, ist die Welt für viele andere Arten noch in Ordnung! Denn seine bevorzugten Lebensräume – nicht gedüngte Wiesen mit eingestreuten Gehölzen – locken zahlreiche Kleintiere an. Die Bezeichnung Neuntöter bezieht sich auf seine Gewohnheit Beute für Schlechtwetterperioden als Vorrat auf Dornen aufzuspießen.

Schwalbenschwanz

Der auffällige Schwalbenschwanz ist wohl einer der attraktivsten heimischen Schmetterlinge. Naturnah genutzte Wiesen zählen zu seinen wichtigsten Lebensräumen. Hier findet der Falter geeignete Futterpflanzen für seine kaum weniger auffälligen Raupen, zu denen vor allem Doldenblütler wie die Wilde Möhre zählen.

Gestreifte Quelljungfer

Als ausgesprochene Lebensraum-Spezialistin ist die Gestreifte Quelljungfer auf Quellbäche oder Quellsümpfe und Kalkniedermoore mit kleinen Rinnsalen angewiesen. Bis zu fünf Jahre dauert die Entwicklung ihrer Larven, bevor diese das Gewässer verlassen und als fertig entwickelte Libelle auf die Jagd nach Insekten gehen. In Mitteleuropa ist die Art stark bedroht.

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