Schutzgüter

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene oder gefährdete Lebensräume und Arten, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet Mehrerauer Seeufer – Bregenzerachmündung nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser besonderen Arten, die im Gebiet vorkommen, wollen wir Ihnen vorstellen:

Bodensee-Vergissmeinnicht

Die zierliche Pflanze wächst nur auf flachen Kiesufern des Bodensees. Mit der amphibischen Lebensweise ist das Bodensee-Vergissmeinnicht bestens an den alljährlich schwankenden Wasserstand angepasst. Die Bestände unterliegen großen natürlichen Schwankungen, die wesentlich durch die Überflutungsdauer bestimmt werden.

Bitterling

Vorkommen dieses kleinen Karpfenfisches sind untrennbar an Muscheln gebunden. Mit seiner Legeröhre legt das Weibchen seine Eier in Teich- oder Malermuscheln ab, in denen die Jungfische geschützt heranwachsen. Bitterlinge finden daher mit etwa 100 Eiern das Auslangen, während andere Fische oft zehntausende Eier produzieren müssen.

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Der Bläuling legt seine Eier auf dem Großen Wiesenknopf ab. Die Schmetterlingsraupen ernähren sich zunächst von dieser Feuchtwiesenpflanze. Ameisen werden durch Duftstoffe getäuscht und bringen die Raupen in ihr Nest, die sich dort von Ameisenbrut ernähren und zu Schmetterlingen werden. Durch die komplizierte Entwicklung sind Ameisenbläulinge seltene Bewohner der Feuchtgebiete.

Zwergrohrkolben

Heute sind die Vorkommen des Zwergrohrkolbens in Mitteleuropa auf wenige Flüsse beschränkt: Denn die lichtbedürftige Pionierpflanze wächst nur an sandigen und schlickigen Flussufern, die sich vor allem an nicht verbauten Gewässern finden. Die Mündung der Bregenzerach ist inzwischen wieder ein optimaler Lebensraum für diese Rarität.

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