Schutzgüter

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene bzw. gefährdete Lebensräume und Arten, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet Soren, Gleggen - Köblern, Schweizer Ried und Birken - Schwarzes Zeug nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser besonderen Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten, die im Gebiet vorkommen, wollen wir Ihnen vorstellen:

Pfeifengraswiesen

Viele Streuwiesen sind Pfeifengraswiesen, aufgrund der hier sauren Böden meist sogenannte Binsen-Pfeifengraswiesen. Verzicht auf Düngung und nur eine jährliche Mahd im Herbst sind wichtige Voraussetzungen zur Erhaltung dieser Lebensräume für Pflanzen und Tiere, die in häufig gemähten Wiesen keinen Platz mehr haben. 

Großer Brachvogel

Der früher weit verbreitete Charaktervogel der Rheintalriede ist dank seines langen, gekrümmten Schnabels kaum mit anderen heimischen Wiesenvögeln zu verwechseln. Brachvögel werden bis zu 30 Jahre alt und kehren jedes Jahr an ihren Brutplatz zurück – vor allem in großflächige Streuwiesen. In ganz Vorarlberg brüten heute weniger als 20 Paare.

Kiebitz

Bereits im Februar kehrt der Kiebitz aus den Überwinterungsquartieren in Südwesteuropa zurück. Früher ein typischer Brutvogel der Feuchtwiesen, brüten Kiebitze heute auch auf Ackerflächen. Dies aber nur dann erfolgreich, wenn die bewirtschaftungsfreie Zeitspanne für die Bebrütung des Geleges und die Aufzucht der Jungvögel ausreichend lang ist.

Gelbbauchunke

Mit der auffällig gelb gefleckten Unterseite signalisieren die höchstens 5 cm großen Gelbbauchunken Fressfeinden ihre Ungenießbarkeit. Die unauffällige Oberseite ist dagegen eine gute Tarnung. Sehr kleine Gewässer, manchmal sogar Pfützen oder Fahrspuren, die nur für wenige Monate mit Wasser gefüllt sind, sind ihre bevorzugten Laichgewässer.

Wachtelkönig

Aufgrund seiner versteckten Lebensweise in den Streuwiesen ist der Wachtelkönig häufiger zu hören als zu sehen. Sein meist nachts vorgetragener Ruf – nicht melodiös, aber unverkennbar – verlieh ihm die wissenschaftliche Bezeichnung Crex crex. Vereinzelt sind ab Mai rufende Männchen nach ihrer Rückkehr aus dem Winterquartier in Afrika im Gebiet zu hören. 

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