Verwall – Vorarlbergs größtes Europaschutzgebiet im Natura 2000-Netzwerk

Das Europaschutzgebiet oder, wie es auch genannt wird, Natura 2000–Gebiet Verwall an der Grenze zu Tirol ist aufgrund seiner großen Fläche und Ruhe ein wichtiger Baustein im Natura 2000-Netzwerk Vorarlbergs.

Hier finden scheue und ruhebedürftige Arten noch große unerschlossene Gebiete vor, die ihnen ein Überleben ermöglichen.

Das alpine Grasland und die Zwergstrauchheiden in Verbindung mit felsigem Gelände sind ein harter Lebensraum, in dem nur Spezialisten wie z. B. das Alpenschneehuhn überleben können. Dazu zählt auch die Krautweide, der „kleinste Baum der Welt“, der nur einige Zentimeter aus dem Boden herausschaut.

© Bild - Monika Dönz-Breuß

Verwall erleben

Von den Randalpen zu den Zentralalpen.

Eingefasst durch das Klostertal, die Ill und die Tiroler Landesgrenze befindet sich im Montafon der Vorarlberger Anteil des Verwalls. Das Schutzgebiet Verwall umschließt neben den Waldflächen im hinteren Silbertal vor allem alpine Lebensräume oberhalb von 1800 Metern. Die größten Lärchen-Zirbenwälder Vorarlbergs findet man hier genauso wie zahlreiche Moore und Seen, ausgedehnte Latschen-, Erlen- und Alpenrosengebüsche, bunte Alpmatten sowie schroffe Felslebensräume. Dieser Mix aus naturnahen oder gar nicht bewirtschafteten Lebensräumen und der Ruhe im Winter ermöglicht es einer Vielzahl von gefährdeten Vögeln, hier zu überleben. Diese Ruhe kommt aber auch anderen Wildtieren, wie Gämsen und Rothirschen, zugute.

Übergang ist das Kennzeichen des Verwall. Übergang von den Randalpen zu den Zentralalpen. Das betrifft sowohl die Gesteine im Untergrund als auch den Niederschlag. Auf kleinem Raum findet man eine enge Verzahnung von Pflanzen und Lebensräumen, die anderenorts strikt getrennt voneinander vorkommen.

Mit unterstützung von Bund, Land und europäischer Union