Schutzgüter

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene bzw. gefährdete Lebensräume, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet Witmoos nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser Lebensräume und einige besondere Pflanzenarten, die im Gebiet vorkommen, wollen wir Ihnen vorstellen:

Moorwälder

Moorwälder stocken auf nassen bis sehr nassen, nährstoffarmen und sauren Böden. Bergkiefern-Moorwälder mit Spirken kommen in Österreich fast ausschließlich in Nordvorarlberg vor, ausnahmsweise auch noch im Wald- und Mühlviertel. Die Vorkommen im Witmoos zählen zu den bedeutendsten in Österreich.

Schwarzerle

Kein anderer Laubbaum hat einen so gerade bis in die Kronenspitze durchlaufenden Stamm wie die Schwarzerle. In Vorarlberg zählt die Schwarzerle zu den besonders seltenen Baumarten. Sie kommt vorwiegend auf nassen und häufig überfluteten Standorten vor. Durch eine Symbiose mit Wurzelbakterien, den sogenannten Knöllchenbakterien, sind Schwarzerlen in der Lage, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen. Nährstoffarmut ist für sie daher kein Problem.

Große Moosbeere

Die Moosbeere ist nur in Hochmooren zuhause. Obwohl mit der Heidelbeere verwandt, sind ihre roten Beeren roh kaum genießbar. Das ändert sich nach dem ersten Frost, der die Früchte weich macht. Dies wissen auch viele Vögel, die Moosbeeren gerne verzehren, die Samen jedoch wieder ausscheiden und so die Art verbreiten.

Rosmarinheide

Die seltene Rosmarinheide ist ein charakteristischer Zwergstrauch in Hochmooren: Nasse, mineral- und nährstoffarme Torfböden sind ihr Terrain. Mit ihren kleinen Blüten zaubert sie zwischen Mai und Oktober rosafarbene Tupfer in die sonst von Braun- und Grüntönen dominierte Landschaft. Sowohl Blätter als auch Blüten sind stark giftig.

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