Roßbündta

Grauerlen, alte, knorrige Bergahorne und Eschen mit Spechthöhlen, morsche Stämme und Totholz: Der größtenteils naturbelassene Roßbündtawald hat große Bedeutung für Holzzersetzende Pilze und Käfer. Mit der Laubholz-Säbelschrecke, einer in vielen Regionen Mitteleuropas vom aussterben bedrohten Heuschreckenart, wurde zudem ein überraschender, aber erfreulicher Fund getätigt. Der Roßbündtawald ist eine sukzessiv verwachsene Extensivweide. Die regelmäßigen Überschotterungen sorgen für einen dynamischen 

Fieberklee (Menyanthes trifoliata)

Nur die Blätter erinnern entfernt an einen großen Klee, die Blüte ist unverwechselbar. Tatsächlich ist der Fieberklee näher mit den Enzianen verwandt. Er wächst nur auf wirklich nassen Standorten und kann praktisch das ganze Jahr im Wasser stehen. Und wie die Enziane enthält auch der Fieberklee reichlich Bitterstoffe.

Große Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)

Die Moosbeere ist nur in Hochmooren zuhause. Obwohl mit der Heidelbeere verwandt, sind ihre roten Beeren roh kaum genießbar. Das ändert sich nach dem ersten Frost, der die Früchte weich macht. Dies wissen auch viele Vögel, die Moosbeeren gerne verzehren, die Samen jedoch wieder ausscheiden und so die Art verbreiten.

Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno)

Der seltene Falter legt seine Eier ausschließlich auf die Rauschbeere, Nektar sucht er allerdings auf blumenreichen Wiesen. Als Relikt der Eiszeit hat sich der Schmetterling in Kälteinseln zurückgezogen – ins Hochgebirge und in Hochmoore. Der Hochmoor-Gelbling ist nur einer von über 450 Schmetterlingen im Gebiet.

Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica)

Die ausgesprochene Spezialistin legt ihre Eier in Moorschlenken und -gräben. Zwei bis drei Jahre leben die Larven dann zwischen den Torfmoosen und den Wurzeln von Sauergräsern im Gewässer, das kurzzeitig sogar austrocknen oder gefrieren kann. Dann verwandeln sie sich zu den erwachsenen Flugkünstlern.

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