Verwall – Vorarlbergs größtes Europaschutzgebiet im Natura 2000-Netzwerk

Das Europaschutzgebiet oder, wie es auch genannt wird, Natura 2000–Gebiet Verwall an der Grenze zu Tirol ist aufgrund seiner großen Fläche und Ruhe ein wichtiger Baustein im Natura 2000-Netzwerk Vorarlbergs. Hier finden scheue und ruhebedürftige Arten noch große unerschlossene Gebiete vor, die ihnen ein Überleben ermöglichen.

Das alpine Grasland und die Zwergstrauchheiden in Verbindung mit felsigem Gelände sind ein harter Lebensraum, in dem nur Spezialisten wie z. B. das Alpenschneehuhn überleben können. Dazu zählt auch die Krautweide, der "kleinste Baum der Welt", der nur einige Zentimeter aus dem Boden herausschaut.

Natura 2000

Natura 2000 ist ein europaweites Netzwerk besonders wertvoller Lebensräume mit dem Ziel, gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu schützen und deren natürliche Lebensräume dauerhaft zu erhalten. Hierfür gibt es zwei rechtliche Grundlagen – die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind verpflichtet, Gebiete mit bedeutenden Arten und Lebensräumen als Europaschutzgebiete auszuweisen, die dann in ihrer Gesamtheit das europäische Natura 2000-Netzwerk bilden. Der Europäischen Union ist über die Entwicklung dieser Gebiete, insbesondere über den Erhaltungszustand der in den Richtlinien genannten Lebensräume und Arten, regelmäßig Bericht zu erstatten.

Facts

Fläche: 12.057 Hektar
Lage: Vorarlberger Anteil der Verwallgruppe im Montafon und Klostertal
Höhe: von 1160 m Gieslatobel bis auf 2912 m Pflunspitzen


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Mit unterstützung von Bund, Land und europäischer Union